Sonntags fünf vor 11 im Gemeindebüro. Klein Antje zieht sich beim reflexartigen Fliegenverscheuchen nen Wespenstich an der Wade zu. Alles halb so schlimm bis Montagmittag: Antje geht in der Stadt ein paar Erledigungen machen und hat danach ein dickes Bein. Antje denkt, nicht weiter schlimm, war ja nur ein Wespenstich, fährt abends nach Hause, joggt ne halbe Stunde mit Schwester und hat am nächsten Morgen ein noch dickeres Bein. Antje kriegt ein bisschen Angst wegen Amerika und geht Dienstagnachmittag zum Arzt, erzählt die ganze Geschichte (außer dem Joggen) und erntet ein zynisches “Tja, Sie hätten am Montag nicht Shoppen gehen sollen. Ruhigstellen, hochlegen, kühlen. Mehr kann man nicht machen. Antibiotika vielleicht.” Dann eröffnet Antje ihre Reisepläne und sieht den guten Herrn Doktor nur noch die Hände übern Kopf zusammenschlagen. Antje kriegt ne Moralpredigt von wegen Thrombosegefahr, ne Heparinspritze für den Flug und ne Anleitung fürs DIY. Antje schlägt die Hände übern Kopf zusammen und schließt: Wespen sind echt doof!
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Wespen sind doof
Juli 31, 2008 · 1 Kommentar
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Right now
Juni 29, 2008 · 2 Kommentare
Fast unheimliche Stille breitet sich über die Straßen von Halle.
Kein Auto.
Kein Rad.
Kein Passant.
Hin und wieder eine leere Straßenbahn. Ein verirrtes Moped. Ein genervter Pizzafahrer.
Die Kneipentische im Freien stehen verlassen.
An diesem Sommerabend ist es fast windstill. Schwalben zischen unbesorgt hoch oben übern den Dächern durch die Luft. Die Hitze des Tages beginnt sich gegen kühlere Brisen einzutauschen. Es riecht nach abendlichem Sommertag: eine subtile Melange aus Abgasen, heißem Asphalt und Kneipen. Die Türen letzterer stehen offen. Drinnen Hochspannung. Hier haben sie sich zusammengerottet. Ein Ziel, ein Hunger, eine Gier trieb sie hier zusammen. Sie wollen das Ende. Diese 90 Minuten, nach denen die Welt immer noch die gleiche ist, beben sie Seite an Seite und harren des unglaublich irrelevanten Ergebnisses…
Almost scary this silence that’s spreading over the streets of Halle.
No car.
No bicylce.
No pedestrian.
Every now and then an empty tram. A lost motorbike. A bugged pizza delivery guy.
The outside tables of pubs stand deserted.
This summer night there’s barely a breath of wind. Swallows whoosh unworried through the air high above the roofs. The heat of the day begins to exchange for a cooler breeze. There’s the typical odeur of a summerday dying down: a subtle blend made of fumes, hot asphalt and pubs. The doors of the latter standing open. Inside the atmosphere is tense. Here they’ve gathered. One aim, one hunger, one greed drove them here. They want the end. These 90 minutes long after which the world outside is still the same, they tremble side by side and wait for the incredibly irrelevant result…
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Angie
Juni 3, 2008 · 7 Kommentare
“Aaangiie… Aaaaanngiiieee… is viel bessor noch als keen Ski!” 
Damals war’s. Zehnte Klasse oder so. Zwei Typen haben vertonten Heine und andere Sachen, wie beispielsweise ‘n abgewandeltes “Angie”-Lied zum Besten gegeben. Mir schossen sofort Lachtränen in die Augen und seitdem ist der “Angie ist besser als keen Ski”-Witz Familieninventar.
So hatt’ ich mal einen kreativen Anfall und hab meine übliche Version der “Angie”-Interpretation mit Adaptation an den Namen meiner kleinen Schwesti Lisa, die da lautet “Lisa, Liiiiisaaaa, wann fahrn wir endlich mal nach Piiisaaaa?” (Man ergänze die typische Stones Gestaltung der Melodie an dieser Stelle durch inbrünstiges Den-Bildschirm-Ansingen, da ich diese bedauernswerter Weise nicht auf dem Blog wiedergeben kann), um verschiedene Abwandlungen erweitert.
Hier also das Ergebnis eines kreativen Anfalls in Zusammenarbeit mit meiner kleinen Schwesti und unter der inspirierenden Dorfatmosphäre zuhause…
- Lisa, Liiiiisaaa, für Italien brauch ich ein…? Viiiisaaa.
- Lisa, Liiiiisaaa, der böse Wolf ist ein ganz…? Fiiieser.
- Lisa, Liiiiiisaaa, auf dem Brötchen mag ich am liebsten…? Exquiiiiisaaaa.
- Lisa, Liiiisaaa, für Schaschlik braucht man…? Spiiiieeeßer.
- Lisa, Liiiiiisaaa, die Streichholzfabrik stand früher in…? Riiieeesaaa. (Die Zeile konnte Lisi Razu nicht weiterführen… Papa war aber zum Glück in der Nähe und ist sofort mit der richtigen Antwort eingesprungen.)
- Lisa, Liiiiisaaa, wenn ich Schnupfen habe, lass ich einen…? Niiieeser.
- Lisa, Liiiiisaaa, ich mag am liebsten Schlüppis von…? Schiiiiieesser.
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Was reimt sich auf Blogger? Jogger!
Mai 24, 2008 · 2 Kommentare
Es gibt sie in den verschiedensten Farben und Formen, mit Markensportsachen, mit Vereinsuniform, mit Schlabberpulli und Jogginghose… doch “soziologisch höchstinteressant” ist ihr Grußverhalten:
- Der professionelle, regelmäßig-Jogger mit irgend’ner Art Sportlerbackground grüßt mit Handzeichen, kaum Blickkontakt.
- Der Enthusiast, auch ein regelmäßig-Jogger, aber ohne ernsthaften Sportlerbackground grüßt auch mit Handzeichen, damit man sieht, er kennt sich in der Szene aus, sagt aber obendrein noch ein freudiges “Hallo!” oder “Morgen!”
- Das schüchterne Schulmädchen, das nur wegen Figurkomplexen joggt, grüßt vor lauter Schüchternheit erst gar nicht und guckt immer geradeaus.
- Das nicht so schüchterne Schulmädchen, was wahrscheinlich auch wegen der Figur joggt, aber deswegen keine Komplexe hat, nimmt Blickkontakt auf und lächelt zurückhaltend.
- Der weibliche Mittdreißiger mit Walkman und Gesundheitswahn tut so, als sei das Joggen eine all ihre Konzentration erfordernde Yogaübung und grüßt natürlich nicht.
- Zu-zweit-Jogger sind mit sich beschäftigt und grüßen daher eher nicht.
- Die Nordic Walker gehören meist zu Kategorie 2 oder walzen als Gruppe den Weg entlang und verhalten sich dann wie Zu-zweit-Jogger.
- Der Assimilant. Er beobachtet seinen Genossen beim Herannahen und wählt kurz vor dem entscheidenden Augenblick des Grußaustauschs anhand der mithilfe außerordentlicher kognitiver Fähigkeiten in Sekundenschnelle durchgeführten soziopsychologischen Analysen, welcher Gruß auszuführen ist. Ich.
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A Few Photos
Dezember 4, 2007 · Keine Kommentare
Meine kulinarischen Kuriositäten der letzten Wochen.Mobilgummibärchen - mobile jelly phonesSmileyeierkuchen - smiley pan cakeLiebe Kartoffel - Lovely potatoSabine isst rohen Brokkoli mit Quark *würg!* - Sabine eating raw broccoli with quark *gag!*


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Von Clowns und Pferden - On Clowns And Horses
November 17, 2007 · 3 Kommentare
Vor einigen Tagen sandte ich folgende Mail an die pferdeverrückte Fraktion der Familie (Anmerkung: das Pferd meiner kleinen Schwester heißt “Pace”)

Heute abend am Telefon:
Antje: “Na, Lisi haste die Mail gelesen? Soll ich noch ‘ne Pace machen, wenn ich mal groß bin?”
Pferde-Pfreak Lisa Razu: “Nei-hein!!!”
Antje: “Or, wieso nicht? Ist doch cool… Haste zweie.”
Mama: ruft dazwischen “Da nehm ich eine…”
Lisa: jammert “Nein. Pace ist eben Pace.”
Antje: mit biotechnologischer Interpretation “Ja genau.”
ROFL…
Hier mal eine kleine Vorschau vom Klonpferd…

Since my blog has become a little biased with family-insider jokes… Just to let you know: This is another one… but I’ll try to translate it.Recently I sent this mail to the part of my family that is obsessed with horses, my Mommy and lil sister Lisa (whose horse’s name is “Pace”), saying…
Did you know that there are 2 E.T.s (E.T. is a German world class horse… I still know that from my horse-obsession-days then…)
The first cloned horse in the world - a Haflinger horse - was born in 2003 in Italy. The first horse that was cloned in Germany was born in Summer of 2006. French researchers produced a genetic twin of the Hanoverian gelding “E.T” that is one of the most successful jumpers. The horse named “E.T. Cryozootech Stallion” will not be taking part in tournaments but serve as breeding stallion.
via http://www.tagesschau.de/ausland/meldung55360.html
Would you like another “Pace”?
The biotechnologist (which is me as I study that)
Tonight on the phone:
Antje: “Well, Lisi, did you read the email? Do you want me to make another Pace, when I’m grown?”
Horse freak Lisa Razu: “No-hooo!!!”
Antje: “Oh, why not? Wouldn’t that be cool… You’d have two of them.”
Mama: interrupting “I’ll take one…”
Lisa: whiny “No. Pace is just Pace.”
Antje: with biotechnological interpretation “Yes exactly.”
ROFL…
The pic above is a little preview of the clone horse…
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November 16, 2007 · 1 Kommentar
The following post shows the text of the play and the video we performed for my Dad’s birthday in September. Sorry, for the “monolinguality”, but it’s just very much of an insider joke, not easy to translate…
Im Gedenken an den 22. September 2007.

DER PRE-SKETCH
In den Hauptrollen: Suse als Jörg, Antje als Erzähler und Magrit, Lisa als Lisa, Thomas am Telefon und als Video-Controller.
ERZÄHLER: Da sitzt einer auf seinem Sofa im kleinen Wohnzimmer, isst zu viel Schokokugeln, juckt sich im Ohr, beißt in einen Apfel und denkt an Schiller dabei, starrt auf das leere Papier und dann aus dem Fenster, kratzt an dem verklebten kleinen „a“ herum, (JÖRG verzieht das Gesicht) bis es wieder sauber ist, hat schon wieder eine Schokokugel im Mund und nennt das alles Arbeit. […] Dann läutet das Telefon.
JÖRG: “Lisa! [Pause] Lisa, pomm mal, kleine Lisa, pomm mal schnell he-her.” LISA: “Ich hab schon Reitstiefel an!”
JÖRG: “Magrit! Telefon!”
MAGRIT: “Na sag mal! D U hast doch heut Geburtstag! Außerdem hab ich doch schon Reitstiefel an. Huch, da is’n Pips dran. Lisi, deine Reithosen sind aber auch schon ganz schön fipsig.”
JÖRG: “Hach, mensch nee!” [Jörg geht ans Telefon.]
JÖRG: “Hallo!? Paul… Ja Danke… Danke… jenau, der Fuffzigste… Ja, wird auch jefeiert… Hawwich mir noch keine Jedanken jemacht… Samstag wird denn gefeiert… Jawoll, Ete … Ja, denn im Adler… Jawoll… Juht tschüssi und lass die Hände auf der Bettdecke.”
ERZÄHLER: Mit Auslaufen des 50. Lebensjahres. Dieser Paul [Jörg schüttelt den Kopf]. Dieser Paul glaubte sicher, Jörg werde sich jetzt den ganzen Freitag hindurch damit herumplagen, eine Rede zu bauen, auf dass die Geburtstagsfeier auch ja in die richtige Länge komme. Man müsste das einmal machen, dachte Jörg, wenn man nur die Zeit dazu hätte und wenn die andern dir dann auch die Zeit gäben das Ding zu verlesen. Er malte sich aus, wie das wäre. Er sah den Saal des Schwarzen Adlers vor sich und auf den Stühlen die versammelte Verwandtschaft, die Pauls, die Etes. Sogar Fritze Kappdein war gekommen in Schlips und Kragen und die Augen im faltigen Gesicht zwischen Schlaf und Hoheit und er hörte sich reden…
Sorry, wegen der Qualität…
Meine Lieblingszitate:
3:06 Mama: “…außerdem surrt’s nicht…”
3:37 Antje: “…nicht so doll…”
3:46 Papa: “…tschuck tschuck tschuck tschutschutschuck…”
Meine Lieblingsstellen:
2:45 - [das find ich jetzt nicht lustig]
1:33-1:44 - der Sound zum Halle Run ist ein Take aus der Berliner Küche
3:35+4:55 - die Passantin
Nachtrag:
10 Tage später - Lisa bekommt ein Pferd.
[Eines Tages wird die Bloopers-Collection folgen.]
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Ich habe eine Wassermelone getragen…
September 23, 2007 · 6 Kommentare
Kategorien: Meine Schwestas Fahrrad
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Wer ist eigentlich…
Juli 24, 2007 · 6 Kommentare
Nichtsahnend durchstreifen meine Augen das Dashboard meines wunderschönen WordPress-Blogs, schweifen hinweg über blaue Buchstaben auf grauem Grund, die zusammengesehen im Großen und Ganzen einen Inhalt ergeben, der es nicht weiter wert ist, sich näher damit zu befassen. Doch an diesem Tag sollte es anders sein. Da! Bevor ich den Mauszeiger zum nächsten Link bewegen kann, erstarrt alles in mir, denn mein wandernder Blick erfasst ungewöhnliche Buchstaben, die sich in ihrer Gesamtheit zu einen kaum fassbaren Blogtitel erschließen… (more…)
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