feet on the ground & head in the sky

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Veröffentlicht in feet on the ground von antsche am Juni 24, 2009

Es gibt Dinge,

die müssen fotografiert werden.

hirschDenn ich kann unmöglich allein diese unglaubliche gedankliche Bürde tragen und mir über diese außergewöhnliche Kreation von Wohnstubendeckenleuchte den Kopf zerbrechen und ruhlos die Frage wälzen, wie jemand so etwas zur Allgemeinbeleuchtung seines Hauptaufenthalts- und größten Raumes erkiesen kann. Man beachte neben den abwechselnd roten und blauen Glühbirnen, den Kerzenschmuckkunstblumenkranz, dessen weiße und gelbe Blüten fröhlich auf den gülden glitzernden, im Sprunge befindlichen Hirsch herabschauen.

Es gibt Dinge,

die müssen berichtet werden.
Abgeräumt hat sie: E Dressur und Springreiterwettbewerb gewonnen.
http://tinyurl.com/ny6k7d (Foto)

Es gibt Dinge,

über die manch einer nicht zu lachen weiß, ich dafür um so herzlicher. In einem Heft mit dem Titel “Afrika” aus der Reihe Informationen zur politischen Bildung hieß es:

Es ist diese gesunde Koexistenz zwischen Stars und normalem Leben, die Nigerias Filmindustrie auszeichnet. 2000 Filme werden hier jedes Jahr gedreht, 200 Millionen Euro umgesetzt, mit Geschichten ganz nah am Menschen. So hat sich die drittgrößte Filmindustrie der Welt nach Hollywood und Bollywood in Indien den Namen Nollywood verdient. […] „Drei bis vier Monate brauchen wir, um einen Film abzudrehen. Vom Drehbuch bis zum Verkaufsstart“, erklärt Regisseur Tchidi. Er wisse selbst nicht, wie viele Filme er in den vergangenen zehn Jahren produziert hat. […] Keiner der Schauspieler hat ein Double. Die Maske macht man zwischendurch. Dem Hollywood-verwöhnten Auge kommen die Filme seltsam vor.

Ooooooh ja. Sehr seltsam! Aber dieser sehr interessante Artikel offenbart auch andere (typische?) Seiten und Entwicklungen:

Star Kate Henshaw hat aufgehört, zu zählen. Die Schauspielerin ist mit einem Engländer verheiratet und verbringt viel Zeit in London. Doch ihre Einsätze in Nollywood will sie nicht aufgeben. „Wir haben viel Spaß am Set. Nigeria hat so viele talentierte Schauspieler.“ Die Schauspielerin ist in Nigeria ein Star, der nicht ohne Sonnenbrille durch die Straßen von Lagos, Abuja oder Kano laufen kann.
[…irgendwo] steht ein kleiner Fernseher, aus dem Nollywood den ganzen Tag dröhnt. Oft ist Kate Henshaw zu sehen. „Die ist eine von uns“, sagt Sandra. „Die kennt das Leben in den Dörfern.“ Kate Henshaw lacht über solche Sätze. „Ich identifiziere mich nicht mehr mit den Leuten in den Dörfern.
Ich bin weitergezogen. Mein Geist hat sich verändert. Meine Augen sind weit offen.“ Die Krankenhausleiterin hört zu. Und dann spricht sie die Schauspielerin an. „Unsere Augen sind auch offen, das solltest du nie unterschätzen. Denn wie sollten wir deine Filme mit geschlossenen Augen anschauen?“, sagt sie und lacht, laut und von Herzen.

Werd ich diese Menschen jemals verstehen? Ich mein, ich gehör schon zu denen, die mehr über Nigeria und seine Bewohner wissen, aber Wissen ist eben nicht kongruent mit Verstehen, zumindest nicht auf zwischenmenschlicher Ebene.
Hier gibt’s den ursprünglichen Artikel: http://www.welt.de/wams_print/article3337706/Traumfabrik-Nollywood.html

Ansonsten,

wachsen die Bäuche um mich herum.
schrumpft die Zeit bis zu den Prüfungen.

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2 Antworten

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  1. Pete sagte, am Juni 25, 2009 zu 10:32

    These 1: Die Bewohner mögen es eher gemütlich. Daher benutzen sie ausschließlich kleine Stehlampen und viele Kerzen. Doch weil Letzteres gefährlich ist, haben sie einen besonders hochentwickelten Feuermelder (siehe Foto) angebracht.

    Punkt 3: Was genau ist jetzt nicht zu verstehn? Außer dass in dem Welt-Artikel eindeutig zu viele Personen auftauchen… Springer-Presse liest mensch allerdings – vorwiegend aus anderen Gründen – überhaupt nicht.

    Punkt 4: BÄUCHE???

  2. antsche sagte, am Juni 26, 2009 zu 10:03

    These 1: *lol* und was bitte meldet das Feuer daran??? Vielleicht hätten sie den auch in der Uni anbringen sollen, hahaaa!

    These 3: Du hast noch nich ne Handvoll Nigerianer vor nem Fernseher sitzen und sich über nen nigerianischen Film ausschütten sehen. Du hast noch nich für eine Zielgruppe, die zum Großteil aus Nigerianern besteht einen Mitschnitt von nem besonderen Gottesdienst oder so was auf DVD bringen müssen. Du hast noch nich erlebt wie Menschen ihre Kultur vergessen?, leugnen?, kompromittieren? und doch lieben, wahren und leben wollen und am Ende selber nich wirklich wissen, ob sie nun besser sehen können (das aber meinen) oder doch eher nich?

    Punkt 4: russ. ja mar is auch


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