Buxtehude, Bach und Bartholdy
So begab es sich aber zur der Zeit, es war Freitag, der 13. Juni des Jahres 2008 nach Christum, zu später Stunde, da betrat das Antsche-Kind zum ersten Male seit ihres nun fast 3-jährigen Halle-Aufenthaltes die berühmte Markt- oder Marienkirche, um einem der Orgelkonzerte, derer es an diesem Abend viele gab, denn es war Hallesche Orgelnacht, beizuwohnen und genüsslich zu lauschen…
Zwar bin ich nicht unbedingt der Typ Mensch, den man dauerhaft mit Orgelmusik beglücken könnte, doch manchmal verhält es sich mit dieser, wie mit der Bohnensuppe, die man gewöhnlich verschmäht, und doch geschieht es dann und wann, dass man vom Heißhunger gepackt wird und einen längst vergessen geglaubten Geschmacksnerv stimulieren möchte. Und Oh! wie gut das tut!
Musik ist einfach mal eine von Gottes genialsten Erfindungen. Und wenn Menschen schon Werke komponieren können, die einem voll den Schuss verpassen, wie wird das erst im Himmel sein? Whooohooo, I’m rapt away by this thought!
Achso, wie die Orgelnacht nun eigentlich war? Nun, Orgel(n), Gesamtklang, Atmosphäre in der Marktkirche weit besser als in der Ulrichskirche. Organist Martin Stephan in der Ulrichskirche weit besser als Iréné Peyrot in der Marktkirche. Insgesamt war ich positiv überrascht, dass Orgeln doch so schön klingen können vom lieblichen Flöten und Zwitschern, über Leierkastenfeeling, näselnden Ententönen, bis hin zu Bässen, die jeden noch-so-viel-Watt Technosound aus getunedten Golfs in die Ecke stellen. Erstaunlich viel Dynamik, wenig schrille Register und – besonders beim M. Stephan – so viel Schönheit, haben mich ziemlich beeindruckt, aber wahrscheinlich hatte ich bisher einfach zuviel Dorfkirchenorganisten gehört.
warum beleidigt du uns dorfkirchenorganisten?
das ist wie mit der dorfzeitung – wir müssen uns unseren Hörern und Lesern nun einmal anpassen!
vo dorfkirchenkeyboardpseudoorganisten hab ich noch gar nicht angefangen zu reden;-)
du bist ein miesesfieses mammut!
auch weil du keine ulm- und berlin-berichte veröffentlichst!