Eine Zeile kritzeln, hübsche Akkorde suchen, versuchen die Silben in eine Melodie zu verpacken, die nächste Zeile kritzeln, Akkorde dazuschreiben, beide durchspielen, anfangen die erste Zeile überhaupt nicht mehr zu mögen… Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Ja? Willkommen zu einem Beitrag über Lieder schreiben! Das ist etwas, das mich fast mein ganzes Christenleben lang bewegt hat. Manchmal weniger, aber manchmal hatte ich Phasen, wo ich das echt machen wollte, lernen wollte, etwas Kreatives und Inhaltsreiches hervorbringen wollte.
Wenn ich nun zurückschaue, gibt es da nicht so viele Ergebnisse, aber ich habe viel darüber gelernt, was sich in mir abspielt.
Warum will ich ein Lied schreiben?
Hmm, ist es weil es cool ist, wenn während des Lobpreises in der Gemeinde dein Name unter der Folie oder dem Powerpoint steht, und Leute im Nachhinein zu dir kommen und sagen “Hey, klasse Lied, das du da geschrieben hast, du bist so toll.” Wir wissen, dass das nicht die richtige Art und Weise ist, aber ich musste mich echt mit dieser Frage auseinandersetzen “Was spielt sich eigentlich in meinen Gedanken ab?” Erst später hab ich erlebt, das Lieder schreiben keine “Produktion”, vielmehr ein “Überfließen” ist. Wir müssen Gott begegnen und aus diesen Erlebnissen werden wie von selbst Lieder, Melodien, Kunst etc. fließen, denn wir können nicht zurückhalten mit der Offenbarung, die wir über Seine Güte, Seine Schönheit, Seine Liebe… bekommen, wenn wir Zeit in Seiner Gegenwart verbringen.
Der Druck “Musikmensch der Gemeinde” zu sein?
…auch “Lobpreisleiter” genannt. Liege ich richtig, wenn ich sage, diese Spezies (und oh! ich gehör dazu) fühlt ständig Erwartung Lieder zu schreiben? Wir empfinden das, glaube ich, obwohl uns niemals jemand gebeten hat, das zu tun. Wir haben so eine Erwartung uns selbst gegenüber. Andererseits gibt’s da das Wollen Lieder zu schreiben, das aus der Liebe für unseren Herrn Jesus und Liebe zur Musik entspringt. Wie auch immer, all das sollte nicht zum Druck für uns werden. Einige Lobpreisleiter sind Songschreiber andere weniger. Manchmal ist es derjenige mit der Gitarre ganz vorne, manchmal ist es vielleicht der Pecussionist…
Der Geist der Erstklassigkeit
Es ist ein guter, glaube ich. Mit dem Geist von Erstklassigkeit zu singen und zu spielen bedeutet, dein Bestes für Gott zu geben. Das schließt auch Ausbildung, Übung und Lernen ein, um das zu verbessern. Jedoch neigen wir oft dazu uns anstelle dessen in einem Geist von Perfektionismus zu verfangen. Und das ist der Tod fürs Lieder schreiben. Glaub mir. Ich weiß, wovon ich rede und ich versuche diese Denkweise loszuwerden, die mir immer versucht einzureden “Du musst nicht das Rad neu erfinden, es gibt Lieder, die das gleiche aussagen, es gibt Melodien die auch so ähnlich klingen, und das ist die Akkordfolge vom letzten Lied…” und die einen zwingt jeden Ton oder jegliches Wort nach 10-maligem Singen zu hassen. Letztendlich findet wieder ein Lied-Fragment seinen Weg ins Archiv mit einem “Nicht gut genug”-Stempel darauf.
Können und Salbung
Nun, ich will euch dieses kleine Beispiel erzählen. Da ist diese eine Person, die ihr ganzes Leben lang mit Musik zu tun hatte, kennt die ganze Theorie, kann ein bisschen aus dem Ärmel improvisieren und nach Gehör spielen, und liebt Gott. Aber hohe musikalische Ansprüche stoppen jeden Versuch Lieder zu schreiben, bevor er jemals vollendet ist. Dann gibt es da diese andere Person. Nie tiefgründig was mit Musiktheorie zu tun gehabt, bisschen Singen, ein paar Grundlagen im Gitarrespielen. Dennoch ist sie Hals über Kopf verliebt in Gott und sprudelt Lieder hervor wie ein Hydrant. Einfache Lieder mit wenigen Textzeilen und leicht zu spielenden Akkorden. Jedoch Lieder, die dein Herz bewegen, die dich dazu bringen, dich mehr in Gott zu verlieben, die deinen Geist aufwecken. Das ist kein fiktives Beispiel
Das bin ich und meine beste Freundin. In letzter Zeit hat sie auf einmal angefangen Lieder zu schreiben und lehrt mich einige Lektionen, die machen, dass ich zu Gott schreie “Ich will nicht mein armseliges Können zur Schau stellen. Ich will Deine Salbung, die wirklich Menschenleben berührt und verwandelt!”
Das Lied des Augenblicks
Wo wir nun die “Produktion” gegenüber “Überfließen” und “Können” gegenüber “Salbung” Aspekte erwähnt haben, will ich noch eine letzte Bemerkung loswerden, aber zuerst eine Frage: Hast du schonmal versucht, das ungeschriebene Lied zu singen? Ich liebe es, das zu singen. Es ist keine Produktion, sondern Überfließen, es trägt Salbung, und Können zählt nicht an erster Stelle. Ich spreche vom spontanen Gesang für Gott. Lange Zeit kannte ich das nur in Form von “Wir singen jetzt alle in Sprachen”. Als ich allerdings letzten Sommer im IHOP war, hab ich angefangen vielmehr darüber zu lernen. Sie haben uns verschiedene Arten beigebracht, wie man über das Wort Gottes nachsinnen kann, einschließlich der Methode “Sing das Wort!” und sie praktizieren das dort sehr viel. Im Grunde genommen bedeutet das: Nimm eine Bibelstelle oder einen Abschnitt, nimm eine eingängige, sich wiederholende Akkordfolge (wie z.B. zwei Akkorde, 1 und 4;-)nee, echt jetze!) und sing einfach wieder und wieder, was da steht und füge die Antwort in deinem Herzen hinzu. Wieder zuhause hab ich das mehrmals ausprobiert und habe begonnen diese, wie ich sie nenne, “Lieder des Augenblicks” zu lieben. Höchstwahrscheinlich singst du sie nie wieder, weil du dich später nicht mehr an sie erinnern kannst. Aber… wen kümmert’s?! Gott hat sie gehört. Er hat sehr aufmerksam zugehört und es berührte Sein Herz. Vielleicht hat Er sogar einem Seiner Engel gesagt “Hol das Buch und schreib das auf!”
Sei ermutigt dein eigenes “Lied des Augenblicks” zu Gott in deinem Kämmerlein zu singen. Er liebt es zu hören, was auf deinem Herzen Ihm gegenüber ist. Mit deinen Augen ganz auf Ihn ausgerichtet, wird jede Melodie, die aus deinem Herzen fließt wunderschön sein vor Ihm. Es ist so einfach, denn du musst dich nicht kümmern, wie es für andere klingt, du brauchst keine Angst haben, dass es nach einiger Zeit ausgeleiert sein wird und wenn einige richtig gute Sachen dabei waren, keine Sorge. Ist Er nicht würdig, die alle zu bekommen!
Scribbling a line , looking for nice chords, trying to pack the syllables into a melody, scribbling the next line, adding chords, playing both, starting to totally dislike the first line… Have you ever been there? Yes? Welcome to a post about songwriting! This has been something that moved my heart almost all my christian life. Sometimes not too much, but sometimes I had phases, when I really wanted to do that, to learn that, to produce something creative and profound in content.
Looking back, there are not so many results, but I learned a lot about what’s going on inside of me.
Why do I want to write a song?
Hmm, is it because, it’s cool to have your name displayed under the transparency or powerpoint during the worship at church and people come up to you afterwards saying “Hey, great song you wrote, you’re so amazing.” We know that this is not the right way, but me, I really had to deal with that question myself “What’s actually going on in my thoughts?” It was later that I experienced, that songwriting is not “a production” but rather “an overflow”. We need to encounter God and out of these experiences songs, melodies, art etc. will automatically flow, because we can’t hold back the revelation we get about His goodness, His beauty, His love… when we spend time in His presence.The pressure of being a “church-music-guy”?
…also called “worshipleader”. Am I right, when I say, this species (and oh! I’m one of them) constantly feels the expectation to write songs? We feel that, I believe, although noone ever asked us to do that. We have that expectation towards ourselves. On the other hand there is this wanting to write songs, which is born out of love for our Lord Jesus and love for music. Anyways, it’s not supposed to become a pressure to us. Some worshipleaders are songwriters, some aren’t. Sometimes it’s the guy with the guitar in the front, sometimes it might be the percussionist…
The spirit of excellence
This is a good one, I believe. To sing and play with a spirit of excellence means giving your best for God. It also includes training, practice and learning in order improve in that. However, we often tend to become caught up with a spirit of perfectionism instead. And this is death to songwriting. Believe me. I know what I’m talking about, and I’m trying to get rid of that mindset, that always tells me “You don’t need to reinvent the wheel, there are songs saying the same, there are melodies that sound similar, this is the same chord progression like the last song…” forcing one to hate every note or every word after singing it ten times. Finally another song-fragment makes its way to the archive with a “not good enough” stamp on it.
Ability and Anointing
Now, let me tell you this little example. There’s one person, that has been into music all her life, knows all the theory, can improvise out of the sleeve and play by ear a bit and really loves God. But high musical expectations are stopping every songwriting attempt before it’s ever finished. Then there is this other person. Never been deep into theoretical music stuff, some singing, some giutar basics. However, she’s desperately in love with God and is spouting songs like a fire hydrant. Simple songs with few lines of text and easy to play chords. Yet, songs that move your heart, that make you fall in love with God, that stir your spirit. This is not a fictive example
this is me and my best friend. Recently she all of a sudden began to write songs and teaches me some profound lessons, that make me cry out to God “I don’t want to show up my poor ability, I want Your anointing, that truly touches and transforms people’s lives!”
The song of the moment
Having mentioned the “production” vs. “overflow” and the “ability” vs. “anointing” aspect, I want to make one last point, but first let me ask you a question: Have you ever tried to sing the song not written? I love to sing it. It’s no production, it’s overflow, it carries anointing and ability doesn’t matter in the first place. I’m talking about spontaneous singing to God. For a long time I only knew that in form of the “we all sing in tongues, now” kind of way. When I was at IHOP last summer I started to get to know much more about that. They taught us different ways of meditating on the word of God, which included “Sing the word!” and they do that a lot there. Basically it means, take a passage of the Bible, take a catchy repeating chord progression (like two chords, 1 and 4;-)no, for real!) and just sing what it’s saying over and over and add your heart’s response to it. Back home I tried it several times and I started to love these, what I call “songs of the moment”. Most likely you will never sing them again, because you can’t remember them later. But… who cares?! God heard them. He listened very carefully and it touched His heart, maybe He even told one of the angels “Get that book and write it down!”
Be encouraged to sing your own “song of the moment” to God in your closet. He loves to hear what’s on your heart towards Him. With your eyes fixed on Him any melody that flows out of your heart will be beautiful to Him. It’s so simple because you don’t have to care how it sounds to others, you don’t have to be afraid that it might be worn out after some time and if there would have been some good takes, don’t worry. Isn’t He worthy to receive all of them!



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Ruben Glaß // Juni 19, 2008 um 5:49 Uhr nachmittags
Bitte schreib mir einen Song
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