feet on the ground & head in the sky

Delirious? rocken Leipzig

November 17, 2006 · 4 Kommentare

Yeaah. Gestern war der wunderschöne Tag, an dem eine der besten christlichen Bands ganz in meine Nähe, nämlich nach Leipzig, kamen. Zuungunsten dieses Blogs, aber zugunsten des Konzertgenusses hatte ich keine Fotokamera dabei. Aber ich werd mich anstrengen, einen blumigen Bericht abzuliefern.

Nachdem Reuben Morgan mit “My Redeemer Lives” ‘ne springende, jubelnde Menschenmenge hinterlassen hatte, wurde erstmal ein Vorhang von schwarzer Gaze hochgezogen, hinter welchem die Roadies mit Taschenlampen rumsprangen und uns ‘ne ganze Weile auf die Folter spannten. Bis dann endlich die Fünf die dunkle Bühne betraten und über allen nacheinander ein “The Show Takes off”-Lichtkegel angeknipst wurde, unter dem man sie in voller Schönheit in weißen mit Rot abgesetzten, freakingen Anzügen bewundern konnte: Stu, Tim, Martin, Stew und schließlich Jon, der beim Aufleuchten des Spots seine Arme hochreißt und seine knallroten Fledermausflügelchen zeigt. Man, I believe these guys had a lot of fun preparing that *lol*.

Sofort starten sie voll durch mit “Here I Am Send Meeee. Sing it!!!” Nunja, das Echo aus der Masse war ein bisschen dünn beim ersten Mal, aber die Stimmung war super, vor allem als dann auch endlich der halbdurchsichtige Vorhang fiel und die ganze Bühne von umherrasenden Lichtern durchflutet wurde. Dann kam “Rain Down” und gleich wusste man, dass die Mehrheit der Zuhörerschaft wohl doch noch eher mit “World Service” als mit der neuen “Mission Bell” vertraut war, als sie schon bei Stu G’s ersten “Harfenklängen” voll abging.

Dann ging’s weiter mit super Mission-Bell-Songs wie “On Christ The Solid Rock We Will Stand” (mit Megafon-Rap-Einlage von Martin), “Now Is The Time”, bei dem Martin nach den einleitenden Worten “It’s time for the Light of God to shine upon us” mit ‘nem klobigen, ätzend grellen Scheinwerfer in die Gesichter der Menge und seiner Band-Kollegen leuchtet (und dabei Stu G sichtlich sein Gitarrensolo erschwert). Mittlerweile war Stew hinter seinem Kit schon völlig schweißüberströmt. Er hat’s aber, das muss man hier festhalten, einfach mal übelst drauf! Es folgten ein paar gut bekannte: “Inside Outside”, “I could sing of Your Love”, bei denen Martin wieder sorglos der Masse den Chorus anvertrauen konnte. So auch bei “History Maker”, dem Delirious?-Klassiker schlechthin, der, je mehr man ihn hört oder singt, komischerweise nie dem Ausleiereffekt zum Opfer fällt, sondern eher dem “get another deeper revelation about what it means to be a history maker-effect” :) During the smoothly floating History Maker-chords of the keyboard Martin suddenly steps to the edge of the stage pointing at a little boy in the very front, asking for his name and age (9years!) and finally singing “a special song” for him saying “You’re never to young to sing that song. You’ve just to dream a little.” The crowd takes these lines and we’re singing along with Martin who starts to vary it: “You’re never to old…” ’til we get back to the “I’m gonna be…”.

Echt ausdrucksstark gestaltet waren die Visualisierungen auf dem Screen zusammen mit dem ganzen Licht: Rain Down mit funkelndem Regen, History Maker mit Titelblättern von Zeitungen, die zu Beginn historische Männer Gottes und immer jünger werdend schließlich Bilder von “folks like you and me” zeigen, während die Titelzeilen den Songtext wiedergeben. Und obendrein Martin, der nicht nur mit Händen und Füßen singt, sondern sich einfach mal eben auch flach auf den Boden legt oder bei “…with the truth in the hand…” eine Bibel hochhält und eindringlich draufzeigt.

So, jetzt verlässt mich mein Erinnerungsvermögen, was den Ablauf anbetrifft. Egal. Jedenfalls haben die Roadies in einem der Lieder dann angefangen Racks auf die Bühne zu rollen, um ein mysteriöses, langes Etwas darauf zu positionieren. Und -wer hätte das gedacht - das waren fünf Mini-Keyboards. Eins für jeden. Martins spannende Einleitung vorher: “Wisst ihr, wir haben uns lange geweigert ein altes Lied zu spielen… Zeiten haben sich geändert, da gab’s ‘ne Zeit da waren wir mehr mainstream. Da trugen wir schwarz. Jetzt tragen wir weiß…blabla” Ich ahnte es und zog mir ihre verwunderte Blicke zu, als ich als einzige einen happy-song-ahnenden kleinen Freudenschrei ausstoß. Dann sagt er, es sei ein Country-Song. Alles klar! Und darin verbarg sich also die Neuaufmachung des Uralt-Hits. Insgesamt war’s aber mehr oder weniger ‘ne ulkige Schauspiel-Einlage: Stu G hochkonzentriert mit seinen beiden für das winzige Instrument riesig scheinenden Händen. Tim, ganz cool, Herr der Keyboards. Stew nur am rumalbern, indem er sich bei jeder Tastenberührung theatralisch zusammenzuckend vor dem von ihm fabrizierten Sound erschreckt. Ein bisschen schade um die klassische Happy Song und Revival Town-Version, aber sonst ganz witzig.

Auf Martins Frage “Does anyone need a miracle tonight?” folgt das wunderschöne “Miracle Maker”, which he dedicates to anyone who’s in a need of a miracle, who’s been crying out to God for salvation. In a now more prayerful atmosphere we’re singing “Holy, you are holy…” while the screen is showing words in all kinds of languages and the stage is full of red warm light. I assume it was the word “holy”, but I didn’t see that much of it, because of my eyes closed;).
Im Anschluss das der Masse wieder besser bekannte “Majesty”.
Ein Lied war dabei, was ich gar nicht kannte (???). Und irgendwann dazwischen kam auch noch “Paint The Town Red”. Yes, we’re gonna paint Halle and Leipzig and the cities of Germany red with the blood of Jesus. Which is actually inspired by a phrase of the German man of God, Reinhard Bonnke, as I learned reading the mission bell song stories (here! - at the end of the page)! Well, finally finally “Our God Reigns”, was gerade live auch wirklich bewegend ist.

100 million faces staring at the sky wondering if this HIV would ever pass them by [...] but still my chinese takeaway can pay for someone’s drug…

Mit “Thank you, God bless” und “Our God reigns!” verließen die Fünf dann die Bühne, aber wir haben sie natürlich nicht gehen lassen :) und es kamen 3 Songs als Zugabe: “All this time” mit eindrücklicher Geste von Martin, der zur Zeile “I’ve been a lover with just one” auf seinen Ehering zeigt, aber auch witziger Smith’scher Variation “…so wake me, shake me, keep me sharp, as I touch the power of Jonathan’s harp…” touching Jon’s bass guitar:). Was das nächste war, welches Martin ganz oben auf Tims Piano-Deckel verbrachte (tja, das sind die Art von Personen, die immer auffallen müssen, selbst wenn der endlos begabte E-Gitarrist glänzt und einfach mal nur alles in den Schatten stellt. Just kidding;)), hab ich vor lauter Begeisterung über das letzte, mein absolutes Lieblingslied, schon vergessen. “Investigate” - mein Lieblingspsalm Nummer 139, Hammer-E-Gitarrensolo, ewig lang…What to say? *schmelze dahin or flyyyy awaaaayyy*.
Damit haben sie sich dann nach einem mega-super Konzi wirklich verabschiedet.

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4 Antworten bis hierher ↓

  • batgirlwww.icouldhearthissongforever.corsa.au // November 20, 2006 um 1:55 Uhr nachmittags

    isch hätte jetzt doch glatt nen anderen song als “Delirious?-Klassiker schlechthin” angesehen… bin ja nu doch nicht mitgekommen, aber die batman-einlage war ein kleiner gruss von mir…
    und jetzt ernsthaft: wieviel leute gehen denn aufn son konzi? hört sich an als wär´s ne ziemlich grosse sache gewesen…

  • robbed hood // November 24, 2006 um 10:49 Uhr vormittags

    In Amiland füllen die Jungs Stadien in Leipzig nur etwa ‘n Elbi-großen Saal… ich muss erst noch den Rest der deutschen Christenheit überzeugen, dass christliche, laute Musik nichts böses ist und Delirious? ganz clean sind ;)

  • robbed hood // Januar 1, 2007 um 10:52 Uhr nachmittags

    dank sonderbarem erinnerungsvermögen, was ich auf ohrwurm-charakter von delirious?-songs zurückführe, und mit hilfe von weihnachtlichen batgirl beiträgen: der gänzlich unbekannte song war “metamorphis”… can I beeeeeeee sombaddie…

  • Can’t wait « Something like… // August 9, 2007 um 3:29 Uhr nachmittags

    [...] Over Us - I remember, they were singing the chorus line as kinda spontaneous in between thingy in Leipzig in November last year. Now it has become a song, ding dong, kling klong… and an unplugged version [...]

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