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Es gibt Dinge,
die müssen fotografiert werden.
Denn ich kann unmöglich allein diese unglaubliche gedankliche Bürde tragen und mir über diese außergewöhnliche Kreation von Wohnstubendeckenleuchte den Kopf zerbrechen und ruhlos die Frage wälzen, wie jemand so etwas zur Allgemeinbeleuchtung seines Hauptaufenthalts- und größten Raumes erkiesen kann. Man beachte neben den abwechselnd roten und blauen Glühbirnen, den Kerzenschmuckkunstblumenkranz, dessen weiße und gelbe Blüten fröhlich auf den gülden glitzernden, im Sprunge befindlichen Hirsch herabschauen.
Es gibt Dinge,
die müssen berichtet werden.
Abgeräumt hat sie: E Dressur und Springreiterwettbewerb gewonnen.
http://tinyurl.com/ny6k7d (Foto)
Es gibt Dinge,
über die manch einer nicht zu lachen weiß, ich dafür um so herzlicher. In einem Heft mit dem Titel “Afrika” aus der Reihe Informationen zur politischen Bildung hieß es:
Es ist diese gesunde Koexistenz zwischen Stars und normalem Leben, die Nigerias Filmindustrie auszeichnet. 2000 Filme werden hier jedes Jahr gedreht, 200 Millionen Euro umgesetzt, mit Geschichten ganz nah am Menschen. So hat sich die drittgrößte Filmindustrie der Welt nach Hollywood und Bollywood in Indien den Namen Nollywood verdient. […] „Drei bis vier Monate brauchen wir, um einen Film abzudrehen. Vom Drehbuch bis zum Verkaufsstart“, erklärt Regisseur Tchidi. Er wisse selbst nicht, wie viele Filme er in den vergangenen zehn Jahren produziert hat. […] Keiner der Schauspieler hat ein Double. Die Maske macht man zwischendurch. Dem Hollywood-verwöhnten Auge kommen die Filme seltsam vor.
Ooooooh ja. Sehr seltsam! Aber dieser sehr interessante Artikel offenbart auch andere (typische?) Seiten und Entwicklungen:
Star Kate Henshaw hat aufgehört, zu zählen. Die Schauspielerin ist mit einem Engländer verheiratet und verbringt viel Zeit in London. Doch ihre Einsätze in Nollywood will sie nicht aufgeben. „Wir haben viel Spaß am Set. Nigeria hat so viele talentierte Schauspieler.“ Die Schauspielerin ist in Nigeria ein Star, der nicht ohne Sonnenbrille durch die Straßen von Lagos, Abuja oder Kano laufen kann.
[…irgendwo] steht ein kleiner Fernseher, aus dem Nollywood den ganzen Tag dröhnt. Oft ist Kate Henshaw zu sehen. „Die ist eine von uns“, sagt Sandra. „Die kennt das Leben in den Dörfern.“ Kate Henshaw lacht über solche Sätze. „Ich identifiziere mich nicht mehr mit den Leuten in den Dörfern.
Ich bin weitergezogen. Mein Geist hat sich verändert. Meine Augen sind weit offen.“ Die Krankenhausleiterin hört zu. Und dann spricht sie die Schauspielerin an. „Unsere Augen sind auch offen, das solltest du nie unterschätzen. Denn wie sollten wir deine Filme mit geschlossenen Augen anschauen?“, sagt sie und lacht, laut und von Herzen.
Werd ich diese Menschen jemals verstehen? Ich mein, ich gehör schon zu denen, die mehr über Nigeria und seine Bewohner wissen, aber Wissen ist eben nicht kongruent mit Verstehen, zumindest nicht auf zwischenmenschlicher Ebene. Aber wahrscheinlich versteht eh keiner, der diesen Blog liest, wovon ich rede.
Hier gibt’s den ursprünglichen Artikel: http://www.welt.de/wams_print/article3337706/Traumfabrik-Nollywood.html
Ansonsten,
wachsen die Bäuche um mich herum.
schrumpft die Zeit bis zu den Prüfungen.
Ariodaaaaanteee
Ach, gibt es schönere Liebeserklärungen als mit so wohlgewählten Worten gesungene! Da vergeht doch jedes aufgesetzte “I love you”-Gehauche billiger Blockbuster.
Nun, ich war zum ersten und bestimmt nicht letzten Mal in der Oper und sah und hörte Händels Ariodante.
An die Hosenrolle der Titelpartie musste ich mich nach kurzem, mittelschwerem Schock erst einmal gewöhnen, der Rest war sehr schön und trotz nicht-vorhandener Opernerfahrung und nicht-erfolgtem Programmheftstudium konnte man dennoch ziemlich gut den Künstlern das Maß des Könnens, den Szenen die musikalischen, ästhetischen Höhepunkte und dem Orchester den einen Bläserpatzer abspüren.
Der Böse, Polinesso, ein Altus – seine erste musikalische Äußerung rief ebenfalls leichte Verwunderung bei mir hervor – und die Zofe Dalinda brillierten in ihren Rollen sogar mehr als das Dream-Team-Heldenpaar Ariodante und Ginevra. Wirklich herausragend war Ariodantes desperate Arie, als er den vermeintlichen Betrug seiner Geliebten mit dem Rivalen zu entdecken meint. So traurig schön kann nur Musik Gefühle amplifizieren!
Leider bin ich des Italienischen nicht mächtig genug, als dass ich wirklich in jedem Augenblick hätte mitfiebern können und die versprochenen deutschen Übertitel bestanden aus zwei projizierten Zeilen im Abstand von zehn Minuten (Wer weiß, was für ein Eichhörnchen da hinterm Beamer saß!), aber es genügte. Inzwischen habe ich wieder was gelernt, nämlich über Händels und andere barocke Opern und die zur damaligen Zeit beinahe unerschöpflichen Reichtümer an Arien für Kastraten. Aber auch darüber, wie sehr ich die Leute im Orchestergraben beneide und nicht beneide und doch… – ein bisschen schon – beneide. Darüber, wie ich mich zusammenreißen musste, nicht mal in der Pause auf der Toilette meinen Mund aufzureißen und in den höchsten Tönen imaginär italienischen Singsang zu schmettern. Danke, Mama, dass du immer sagst “Antji, doch nicht so laut!” – ich konnte mich beherrschen, obwohl’s schwer war. Und nicht zuletzt, wie lange eine Oper in 3 Akten dauert: 4 Stunden!
Übrigens wurde meine vorangegangene Sorge um die richtige Kleidung beim Anblick von Schlips und Kragen, Abendkleid und Edelkostüm neben Jeans und Bluse, Schlabberhose und Nebra’er Himmelsscheiben-Shirt relativiert – ja, das Publikum war sehr heterogen und ich mittendrin.
Ich liebe Wissen macht Ah!
Denn jetzt gibt es sogar ein Klugscheißer-Piktogramm zum Herunterladen auf www.wissenmachtah.de
Zweimal lesenswert
Hoffmanns Blick auf die Welt, Henning Sussebach – DIE ZEIT
Und wer ein paar mehr Minuten Zeit hat…
Die afrikanische Odyssee, Klaus Brinkbäumer – SPIEGEL
Maybe, I’m still gonna comment on these articles. By now, I dinstance myself from the kinda tongue-in-cheek statement on Reinhard Bonnke. And I’m wondering about the other way of telling Africas story:
Künstlerfreundin
You have to check out THIS blog. One of the many “Sandras” that I know. But this one is especially artistically talented. All the more delightful the fact that she’s blogging some of her artworks. To be exact, she is the Künstlerfreundin of my Künstlerfreundin.
Wie man mit einer Milkaschoki die Lichtgeschwindigkeit bestimmt
Man nehme:
- eine Mikrowelle mit Bedienungsanleitung
- eine Schokitafel oder einen langen Schokoriegel
- ein Lineal
- einen Taschenrechner
Man entkerne die MW von allem, was sich dreht, tue anschließend das Versuchsobjekt (nicht so schräg wie ich) da rein und stelle die MW wenige Sekunden (!) an. Hier wurden die tollen elektromagnetischen Wellen nur 20 Sekunden auf Stufe “High” appliziert und dennoch sind die Krater etwas…

… naja, sie ziehen Messungenauigkeiten nach sich, könnte man sagen. Von wiederholten Messungen zur Optimierung der Methode wurde bei diesem Versuch aufgrund von Materialengpässen abgesehen.
Der Kraterabstand beträgt etwa 11 cm. Das sind 0,11 m.
Nun folgt der Einsatz der Bedienungsanleitung. Mein liebes Küchengerät entsendet Wellen der Frequenz 2450 MHz. Das sind 2450 x 10^6 Hz (Hertz bedeutet pro Sekunde).
Und nun folgt, was jeder noch aus dem Physikunterricht wissen sollte: Lichtgeschwindigkeit c ergibt sich aus Produkt von Wellenlänge λ und Frequenz ν.
Naja, ein bisschen knapp. Es sollte 2,998 x 10^8 m/s, d.h. also rund 300 000 km/s herauskommen. Ich hätte 12,2 cm Lochabstand messen müssen. Hmm.
Nachmachen geschieht auf eigene Verantwortung. Von einer ausführlicheren Beschreibung wurde hier abgesehen, Fragen werden aber gerne beantwortet. Dank für diese nette kleine Abwechslung geht an meine Schwestis, die mir dieses nette Buch zu Ostern schenkten:

Dr. med. Ion Being Born Again II – Mein Läppi is ne Rakete!
Wer hätte gedacht, dass ich mal aus dem unglaublich spannenden Leben meines fast schon totgesagten Notebooks blogge. Und das auch noch mehrmals. Nun denn, Arbeitspeicheraufrüstung ausgeführt und Fazit: Hätt’ ich das gewusst, hätt’ ich doch schon längst mal den Turbo gezogen! Für andere Medion MD 95800-Halter hier das kleine How-To:
Vorbereitungen wie bei der bereits beschriebenen Notebook-Surgery: Stecker und Akku raus. Alles, was Kunstfaser ist und elektrostatische Entladungen verursachen könnte, vom Leib! Am besten mit nackten Schweißfüßen und Griff an den Heizkörper erden. Dann diesmal den größeren Deckel aufschrauben, alle Abdeckungen runter und da strahlen sie einen schon an, die beiden Speicherdingens. Friemel-Faktor bei dieser OP deutlich größer! Die seitlichen Klemmen mit langen Fingernägeln (die mensch gerade leider nicht hatte) nach außen biegen und der Speicher springt quasi von selbst in die Schräglage, so dass man ihn nach hinten oben herausziehen kann. Mit dem Darunterliegenden genauso verfahren. Dann die neuen Schätze einbauen. Eine kleine nicht-mittige Nut hilft, damit man weiß wie’rum das Ding da reingesteckt gehört. Also in derselben Schräglage wie beim Ausbau dann den neuen Speicher einstecken und in die gerade Lage drücken, sodass die seitlichen Klemmen einrasten. Mit dem zweiten dieselbe Prozedur. Und hier ein paar faszinierende Bildchen obendrein (zum Vergrößern klicken):

Und dann wär da noch die Frage: Merkt man denn nun was? Naja, hab ihn hochgefahren und die Bedienungsanleitung sagt, dass er das alleine erkennt usw. Hab ich also nix weiter gemacht als mir eingebildet, es ginge. Ging auch. Dann hab ich aber doch mal testweise ein Sigma-Plot-File mit etlichen Datenblättern, Excel-Einbettungen, und Diagrammen geladen, und das ging schon recht flott und flüssig. Yeah! Und dann hab ich auch mal im Boot Menu nachgeschaut, da steht auch was von 2048 MB – scheint also funktioniert zu haben. Bleibt der einzig und allein begrenzende Faktor: Mein DSL hat Identitätsstörungen und glaubt es ist eine Modemverbindung!
Dr. med. Ion Being Born Again – The Notebook Surgery

Ganz stolz bin ich, meinem Laptop endlich zu neuer Lebensqualität verholfen zu haben. Er war sehr, sehr krank. Bei jedem Aufwachen kämpfte er mit der kräfte- und nervenzehrenden Aufgabe sein OS zu finden und berichtete mir unter knackend, klappernden Geräuschen oft genug, er könne selbiges nicht finden. Das ging nun schon 2 oder mehr Jahre so. Tag ein, Tag aus verbrachte ich damit, ihn immer wieder geduldig zehn, zwanzig oder mehr Minuten lang mit wiederholten Startversuchen aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken. An anderen Tagen ließ ich ihn gar nicht mehr schlafen, was manchmal zu hohem Fieber und Erschöpfungserscheinungen führte.
Nun, dem Chemnitzer notebook-laden.de (lieferten sauschnell, daher die Werbung) undWeb 2.0 sei Dank: ich konnte mir sowohl die Hardware als auch die nötigen softskills zu eigen machen und die große Aufgabe in Angriff nehmen, dem am Boden liegenden Dr. med. Ion MD 95800 neues Leben einzuhauchen.
Nachdem ich mich zuvor im Baumarkt mit ‘nem 5€-Feinmechaniker-Schraubenzieher-Set (das is’n Wort zum Galgenraten) ausgestattet hatte, konnte es losgehen. Socken aus, Hosen auch (nur der Bequemlichkeit halber), der Rest an mir war Baumwolle, Stecker und Akku raus, Heizkörper angefasst und los.
Schräubchen rausdrehen, Deckel abnehmen, altes Leben (80 GB Samsung HD) an der Plastelasche rausziehen, Ummantelung abschrauben. Neues Leben (160 GB Samsung HD) aus seiner anti-elektrostatischen Verpackung hervorholen. (Ich entdecke das winzige Zettelchen mit Anweisungen, die sagen, niemals die Platte an den Flächen, nur an den Kanten anfassen. Mein Blick wandert auf meine Hand, die das neue Leben gerade wie ein rohes Ei in der Luft hält… ups… natürlich falsch angefasst.) Ummantelung an das neue Leben schrauben, richtig rum reinschieben, Deckel drauf, zuschrauben, fertig.
Fast fertig.
Der große Augenblick: CD rein, booten et voilà Reinkarnation!!! 
Partitionen anlegen, formatieren, Windows drauf… und das läppige Leben ist liebevoll wiederhergestellt. Kein Schnarren der HD und verzweifeltes Suchen des OS mehr, alles läuft wie am Schnürchen. Aber das wäre nicht möglich gewesen, wenn meine treue Freundin Lacie sich nicht Läppis Gehirn hätte transplantieren lassen. Aber das machte sie sowieso regelmäßig, seit es dem Läppi nicht mehr so gut ging.
Anyways, nachdem er nun von Neuem geboren ist, steht als nächstes die Erneuerung des Sinnes an: von 2x 256 MB auf 2x 1024 MB.
The Innate Dude-Meter
I was seeing this clip and laughing so hard…but it’s a key question, at least for us gals! I wish I had more fellas with a well-functioning dude-meter around a not a bunch of guys wanting to see me married to their countrymen for various reasons. Arrgh!
I love MHC for their topics: you get to their site by accident, but you’ll always find these topics (topics that really matter for twentysomethings;-)).



